Drei Fragen an...
Nadine Albrecht

Soll ich nach der Schule studieren, oder eine Ausbildung machen? Nicht wenige Absolventinnen und Absolventen stellen sich jedes Jahr diese Frage und leiten somit ihren ganz persönlichen Kar­rie­re­weg ein. Doch, dass man nach dem Studium noch eins draufsetzten kann, beweist Nadine Albrecht. Sie hat im Jahr 2015 ihr duales Studium zur Ma­schi­nen­bau­in­ge­nieu­rin gestartet – nachdem sie ihr Studium zur Produktdesignerin erfolgreich beendet hatte. Wie es dazu kam und was ihr das Studium bedeutet, verrät sie im Interview.

Nadine, was kannst du uns ganz allgemein zum Thema duales Studium erzählen?
In einem dualen Studium der Form „Ver­bund­studium“ absolviert man innerhalb von ca. 4,5 Jahren eine Ausbildung und ein Studium parallel. Man beginnt die Ausbildung in der Firma, bei der man sich zuvor beworben hat. Nach ca. einem Jahr beginnt das Studium an der Hochschule. In den Semesterferien und im Prax­is­se­me­ster läuft die Ausbildung im Betrieb weiter. Die Bachelorarbeit wird im letzten Semester in der Firma geschrieben. Ich habe mich für das duale Studium „Ma­schi­nen­bau“ beworben, weil es mich interessiert neue Ideen zu entwickeln und Verbesserungen für bestehende Produkte zu finden. Mir macht es Spaß, Probleme zu lösen und mit Personen aus verschiedenen Disziplinen zu­sam­men­zu­ar­bei­ten.

Wie bist du auf das Studium und auf Heidrive aufmerksam geworden?
In meinem Erststudium Industriedesign habe ich gemerkt, dass ich viel tiefer in die Technik einsteigen wollte. Ich möchte vom Kern aus verstehen, wie Produkte funktionieren und wie man sie kon­stru­ieren kann. Deswegen habe ich schnell entschieden, dass ich ein zweites Studium obendrauf packen möchte, was mich zum Studium des Maschinenbaus geführt hat. Allerdings wollte ich ein Zweitstudium nur dann beginnen, wenn ich mich während des Studiums schon in ein Unternehmen integrieren konnte. Das duale Studium Maschinenbau war hier wie geschaffen für mich, um schon während des Studiums die Abläufe in einem Unternehmen kennenzulernen.

Für Heidrive habe ich mich dann gleich nach dem erfolgreichen Be­wer­bungs­ge­spräch entschieden. Zuvor hatte ich über das Internet und die Arbeitsagentur nach Unternehmen gesucht und war in der Nähe von Regensburg mit Heidrive fündig geworden. Vor dem Start des dualen Studiums konnte ich mich in einem 5-monatigen Praktikum bei Heidrive einleben.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für das duale Studium und wie unterstützt dich Heidrive im Studium?
Eigentlich gibt es keine speziellen Vo­raus­setz­ungen. Normalerweise muss man für ein Studium ein Vorpraktikum be­legen, dass aber in einem dualen Studium nicht benötigt wird, da man vor dem Start des Studiums die Ausbildung beginnt.

Außerdem gibt es einen NC in Re­gens­burg, der allerdings jedes Semester neu festgelegt wird. Die einzigen Punkte, die man als Voraussetzungen sehen könnte, wären Disziplin und Selbstständigkeit, denn bei diesem Studium hat man keine Semesterferien. In diesen arbeitet man vor Ort in der Firma. Außerdem hat man nur ein Jahr Berufsschule und muss sich die restlichen Inhalte anhand der Un­ter­la­gen anderer Azubis selbst;ständig bei­bringen, was aber machbar ist. Die Kolleginnen und Kollegen stehen jederzeit zur Seite, wenn man Fragen hat, oder der Schuh drückt. Generell gibt Heidrive einem viel Zeit zur Vorbereitung, man muss wirklich nur in der vor­le­sungs­frei­en Zeit vor Ort sein, kann aber je­der­zeit an seinen Arbeitsplatz kommen und von dort aus zu arbeiten. Auch wenn andere mich verwundert anschauen, dass man keine Semesterferien hat, dann antworte ich, dass andere wäh­rend­des­sen Minijobs annehmen, ich aber erhalte finanzielle Unterstützung von Heidrive und lerne noch was dabei. Zusammengefasst: Wenn man sich für Technik interessiert und die Motivation und Begeisterung dafür hat, dann ist das duale Studium zum Ma­schi­nen­bau­in­ge­nieur bei Heidrive wirklich zu empfehlen!

Foto: Julia Knorr