Drei Fragen an...
Matthias Wehdanner

Seit neun Jahren ist Matthias Wehdanner bereits bei Heidrive und hat bis zu seiner jetzigen Position als staatlich geprüfter Techniker einige Karriereschritte in­ner­halb des Unternehmens gemacht. Warum mit einer Ausbildung das Karriereende noch nicht erreicht sein muss, erklärt uns der 24-Jährige kurz in einem Interview.

Du hast einen etwas ungewöhnlichen Karriereweg gemacht, beschreibe uns diesen doch einmal kurz.
Während meiner Realschulzeit war es noch nicht ganz so klar, in welche Rich­tung ich mich orientieren sollte. Nicht mal, dass es in Richtung Konstruktion gehen könnte. Ich stand vor der Wahl zwischen Ausbildung und Fachoberschule. Mir wurde dann aber schnell klar, dass mir eine bodenständige Ausbildung wichtiger ist, als ein höherer Schulabschluss. Dass ich mich bei diversen Firmen für un­ter­schied­lich­ste Berufe beworben habe, ist ja selbstverständlich. Bei der Firma Heidrive (damals noch Heidolph) bin ich dann gelandet, weil mir der Aus­bil­dungs­be­ruf „Technischer Zeichner für Ma­schi­nen- und An­la­gen­tech­nik“ zugesagt hat – wegen der Nähe zu meinem Wohnort und weil es beim Bewerbungsgespräch schlicht und einfach persönlich sehr gut gepasst hat. Die Ausbildung an sich war hochinteressant und die Ausbilder haben hier einen super Kompromiss zwischen praktischer und theoretischer Ausbildung gefunden. Ich bin damals annähernd jede technische Abteilung (Versuch, Mus­ter­bau, Montage etc.) durchwandert und habe auch produktiv mitgearbeitet, konnte also einen tiefen Einblick in die gesamte Firma bekommen.

Meine Technikerausbildung habe ich dann im Anschluss daran begonnen und 2016 abgeschlossen. Es war durchaus herausfordernd, täglich über 8 Stunden in die Arbeit zu gehen und dann am Fei­er­abend noch die Muße zu finden, sich hinzusetzen und zu lernen. Umso weniger verständlich ist es dann ver­mut­lich, dass ich vor Kurzem ein be­rufs­be­glei­ten­des Ingenieurstudium angefangen habe. Man muss wohl von einem be­son­de­ren Schlag sein, um sich das anzutun :) Das Wichtigste ist wohl die familiäre Unterstützung, und ein verständnisvoller und hilfsbereiter Freundeskreis, dann geht das schon.

Was hat dich angetrieben, immer noch eins draufzusetzen?
Es ist einfach so, dass sich mit er­wei­ter­tem Fachwissen oft interessantere Aufgaben und mehr Verantwortung ergeben. Was mich angeht, trifft das in jedem Fall zu. Außerdem bin ich ein Familienmensch, sprich, ich möchte meiner künftigen Familie natürlich eine gute finanzielle Basis bieten können. Aber wer will das nicht :). Zu guter Letzt haben mich meine Vorgesetzten motiviert, immer weiter zu machen, wofür ich mich im Nachhinein nicht genug bedanken kann.

Inwiefern hat dich Heidrive bei diesem Weg unterstützt?
Zum einen natürlich in ideeller Weise. Immer wenn es von meiner Seite ir­gend­wel­che fachliche oder organisatorische Fragen gab, haben mir Vorgesetzte und Kollegen jederzeit und bestmöglich geholfen und mich in jeder Hinsicht unterstützt.

Zum anderen in finanzieller Weise. Be­rufs­be­glei­ten­de Weiterbildungen sind meist recht teuer. Heidrive hat sich bereit erklärt, einen Teil der anfallenden Kosten zu übernehmen, wofür ich mich im Aus­tausch verpflichtet habe, für eine gewisse Zeit nach Abschluss der Weiterbildung bei der Firma zu bleiben. Meiner Ansicht nach ist das eine absolut faire Vor­ge­hens­weise, da ich ja das neu Erlernte auch da anwenden sollte, wo die fi­nan­ziel­len Mittel dafür hergekommen sind.